Desolate erste, versöhnliche zweite Halbzeit

TSV-Handballer letztlich beim Bezirksligaprimus Pfaffenhofen chancenlos

 

Rottenburg. Der verlustpunktfreie Bezirksligaprimus MTV Pfaffenhofen war für die Handballer des TSV Rottenburg am Samstag erwartungsgemäß eine Nummer zu groß. Mit 23:38 (6:20) Toren holte sich der Aufsteiger eine saftige „Watsch’n“ beim Tabellenführer ab. Ohne vier Stammspieler, darunter die Torgaranten Tim Böttcher (privat verhindert) und Adrian Stoica (krank), waren die Laabertaler in der ersten Halbzeit bei den wie von der Tarantel gestochen loslegenden Ilmstädtern völlig von der Rolle und brachten gegen die aggressive Pfaffenhofener 5:1-Abwehr in 20 Minuten gerade mal zwei Törchen zuwege (Zwischenstand 17:2). Da musste TSV-Trainer Detlev Klosik in der Halbzeit (Pausenstand 20:6) schon richtig laut werden, um seine Schützlinge aus dem Tiefschlaf zu wecken. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann endlich begonnen, Handball zu spielen“, registrierte der Coach mit Genugtuung, dass sein Team nun mehr Selbstvertrauen und Kampfgeist zeigte. Zwar produzierte die MTV-Torfabrik weiter auf Hochtouren, doch jetzt nahmen auch die Gäste eifrig am munteren Scheibenschießen teil. Ein Extralob ihres Trainers heimsten dabei Andre Ringenberg  (mit neun Toren ebenso in Wurflaune wie der zehnfache Torschütze Thomas Deininger) und Jungspund Leo Zieglmeier (drei) für ihre couragierten Auftritte ein. Auch, wie sich „Oldie“ Patrick Will angesichts der Personalnot nochmals in den Dienst der Mannschaft stellte, fand Detlev Klosik vorbildlich. 

Der TSV Rottenburg bot auf (Tore/davon Siebenmeter): Simon Tröger, Andreas Asbeck; Matthias Spanner (1), Tobias Deininger, Thomas Deininger (10), Marc Bruckmeier, Sebastian Janker, Leo Zieglmeier (3), Andre Ringenberg (9), Peter Ehler, Patrick Will.

Nach dem kommenden, spielfreien Wochenende stehen die Rottenburger noch im alten Jahr vor den im Abstiegskampf bereits vorentscheidenden Partien gegen Freising II (Heimspiel am 17. November), beim ASV Dachau II (9. Dezember) und gegen Simbach II (15. Dezember). -fe-

TSV-Handballer auf verlorenem Posten

Rottenburger Herren gegen starke Gäste aus Altenerding chancenlos 

 

Rottenburg. Der Heimvorteil und die tolle Unterstützung der gut 100 TSV-Fans nutzten nichts: Die Rottenburger Handballherren standen am Sonntag bei ihrer 20:36-Niederlage gegen eine bärenstarke Landesligareserve der SpVgg Altenerding auf verlorenem Posten. Während sich das junge Gästeteam voll besetzt und in Topform präsentierte, war den Gastgebern anzumerken, dass einige Leistungsträger gesundheitlich angeschlagen ins Spiel gingen. Zudem fehlten TSV-Trainer Detlev Klosik die Alternativen im Spielaufbau, wo Adrian Stoica (Urlaub) wie schon in Landshut nicht zu ersetzen war. Trotzdem hätten sich die erneut recht zahlreichen Zuschauer in der Laabertalhalle mehr Gegenwehr vom Heimteam erwartet. Nach einigem Wurfpech in der Anfangsphase fanden die Klosik-Jungs auch in der Abwehr keinen Zugriff auf die flinken Altenerdinger „Biber“ und gerieten schnell aussichtslos in Rückstand (5:10/15. Minute, 7:14/23.). Zur Halbzeit (9:18) waren bereits „alle Messen gelesen“ und auch im zweiten Abschnitt ließen die Semptstädter nicht locker, machten weiter viel Tempo. Ein Gutes hatte der klare Spielstand wenigstens für die Rottenburger: Coach Klosik konnte fleißig durchwechseln seiner zweiten Garnitur reichlich Einsatzzeit geben, sodass sich am Ende fast alle Feldspieler in die Torschützenliste eingetragen hatten.

Der TSV Rottenburg spielte mit (Tore/davon Siebenmeter): Simon Tröger, Felix Behrens, Andreas Asbeck; Matthias Spanner (2), Tobias Deininger (2), Carl Löffelmann (1), Thomas Deininger (6/4), Marc Bruckmeier (1), Sebastian Janker (1), Tim Böttcher (5), Leo Zieglmeier (1), Peter Ehler (1), Andre Ringenberg. -fe-

Rottenburger im Derby zu „brav

TSV-Handballer verlieren bei 09 Landshut mit 22:31 (11:17)
 
Rottenburg. Die Bezirksliga-Handballer des TSV Rottenburg konnten am Samstagabend nicht an ihre gute Vorstellung vor Wochenfrist gegen den MTV Ingolstadt II (27:18) anknüpfen und verloren das Nachbarderby beim ETSV 09 Landshut mit 22:31 (11:17). Die Hausherren wurden damit ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie waren gegen die Mannschaft ihres langjährigen Abteilungsleiters und Trainers Detlev Klosik mal wieder hoch motiviert und kauften den Gästen mit grenzwertigen Aktionen sowohl in der Abwehr wie auch im Angriff den Schneid ab. Die ruppige Gangart der Landshuter wurde von den Schiedsrichtern mit summa summarum neun Siebenmetern und zehn Zweiminutenstrafen (im Vergleich zu drei Strafwürfen und zwei Zeitstrafen gegen Rottenburg) geahndet. Allerdings waren die Klosik-Schützlinge an diesem Abend nicht in der Lage, diesen Vorteil für sich auszunutzen. Sie agierten viel zu „brav“, spielten in der Deckung fast körperlos und leisteten sich in der Offensive jede Menge technischer Fehler und halbherziger Würfe. „Das Fehlen von einem erfahrenen und technisch starken Spieler wie Adrian Stoica konnten wir heute nicht kompensieren. Auch, dass unser wichtigster Abwehrspieler Andre Ringenberg gesundheitlich angeschlagen ins Spiel ging, machte sich negativ bemerkbar“, suchte Coach Klosik nach Erklärungen für den „gebrauchten“ Abend, den seine Truppe erwischte. Die zahlreichen TSV-Fans unter den 200 Zuschauern in der 09-Halle durften somit nur zu Beginn des Spiels, als ihre Mannschaft mit 2:0 und 3:2 führte und bis Mitte der ersten Hälfte gleichwertig dagegen hielt, auf eine Derbyüberraschung hoffen. Doch dann kamen die „Eisenbahner“ ins Rollen, dampften bis zur Halbzeit auf 17:11 davon entschieden unmittelbar nach dem Wiederbeginn (23:14/40. Minute) das Spiel. Wenigstens zeigten die Gäste in der Schlussphase Moral und Kampfgeist, sodass der Rückstand nicht noch weiter anwuchs. Auch das gelungene Debüt von Jugendkeeper Felix Behrens im Männerteam war aus Rottenburger Sicht einer der wenigen Lichtblicke an diesem Abend.
TSV Rottenburg (Tore/davon Siebenmeter): Tröger, Behrens, Asbeck;  Spanner (4), Tobias Deininger (3/1), Löffelmann, Thomas Deininger (7/4), Bruckmeier, Janker (1), Böttcher (6/1), Zieglmeier, Ringenberg, Ehler (1). -fe-

Nullneuner lassen Rottenburg im Derby abblitzen

Landshuter Handball-Bezirksligist gewinnt klar mit 31:22 / Morawski sieht „Blau"
 
Erster Sieg im ersten Saisonheimspiel: Nach zwei Auswärtspleiten zum Bezirksligastart war für die Handballer des ETSV 09 Landshut am Samstag Aufsteiger TSV Rottenburg der passende „Aufbaugegner" und musste sich deutlich mit 31:22 (17:11) geschlagen geben. Richtig freuen konnte sich 09-Trainer Waclaw Jach allerdings nicht über den Derbysieg und sah sich wieder mal als Opfer „völlig überforderter“ (O-Ton Jach) Schiedsrichter. Das Gespann Armin und Michael Weinzierl verhängte neben neun Siebenmetern gleich zehn Zeitstrafen (Rottenburg 3/2) gegen die Hausherren. Deren Regisseur Tomasz Morawski ließ sich kurz vor Schluss (56.) nach seiner dritten Zweiminutenstrafe, die eigentlich durch ein Missverständnis zustande kam, zu einer Schiri-Beleidigung hinreißen. Und das bedeutet nun mal nach der neuen „Farbenlehre“ im Handball: Auf „Rot“ folgt „Blau“ und damit eine Sperre für einige Spiele. So kam wenigstens durch die Unparteiischen Farbe in ein ansonsten recht laues Derby mit wenig Unterhaltungswert für die fast 200 Zuschauer in der Sparda-Bank-Sporthalle. Rottenburg konnte nur anfangs (2:0- und 3:2-Führung, 4:4/9. Minute) dagegenhalten, ließ sich dann aber von den hoch motivierten und kernig zupackenden Gastgebern schnell den Schneid abkaufen. Fast „körperlos“ in der Abwehr und mit vielen technischen Fehlern im Spielaufbau behaftet, waren die Laabertaler schon zur Pause mit der Landshuter 17:11-Führung gut bedient. Mit einem starken Torwart Enrico Kranert als Rückhalt, dampften die „Eisenbahner“ nach dem Wiederbeginn uneinholbar auf 21:12 (37.) und 23:14 (40.) davon. Wenigstens fiel das Klosik-Team danach nicht völlig auseinander und kämpfte, sodass der Rückstand nicht noch weiter anwuchs, Neben Morawski erlebte auch Rottenburgs Andre Ringenberg das Spielende nicht mehr auf dem Parkett, nachdem er für eine „Notbremse“ an Tobias Wimmer „Rot“ gesehen hatte (54. Minute). 
ETSV 09 Landshut (Tore/davon Siebenmeter): Covaci, Kranert; Metzger (4), Stangl, Poppinga (2), Prücklmeier (2), Latacz, Hirnich (4), Tobias Wimmer (8/1) Fabian Wimmer (3), Hartl, Raith (2), Morawski (5), Groß (1). – TSV Rottenburg: Tröger, Behrens, Asbeck;  Spanner (4), Tobias Deininger (3/1), Löffelmann, Thomas Deininger (7/4), Bruckmeier, Janker (1), Böttcher (6/1), Zieglmeier, Ringenberg, Ehler (1). -fe-
Rottenburg holt die ersten Bezirksligapunkte
TSV-Handballer deklassieren Mitaufsteiger MTV Ingolstadt II mit 27:18 (16:10)
 
Das war wichtig: Nach den beiden Auftaktniederlagen gegen die Titelanwäter Karlsfeld und HG Ingolstadt holten die Handballer des TSV Rottenburg am Sonntag gegen Mitaufsteiger MTV Ingolstadt II mit 27:18 (16:10) ihre ersten Bezirksligapunkte.
TSV-Trainer Detlev Klosik und die rund 100 Fans konnten sich über eine konzentrierte und disziplinierte (keine Strafzeit gegenüber zwei zeitliche Hinausstellungen der Ingolstädter) Vorstellung ihrer Mannschaft freuen. In der fairen, von den Schiedsrichtern Christian Bauer/Torsten Drews gut geleiteten Begegnung kamen die Gastgeber gut aus den Startlöchern (7:3/13. Minute), ermöglichten den Gästen dann aber einige leichte Tore zum 7:6-Anschluss (17.). Initialzündung für Rottenburg war dann ein vom in der 20. Minute beim Stand von 9:7 eingewechselten Torwarttrainer Andreas Asbeck gehaltener Strafwurf. Der 49jährige Oldie blieb bis zum Schluss im Kasten und lief dort richtig heiß, während vorne das Rottenburger Kombinationsspiel immer besser ins Rollen kam. Bis zur Halbzeit erhöhten Adrian Stoica, Thomas Deininger und Co. auf 16:10. Die „Schanzer“ steckten aber nicht auf und kämpften sich Mitte der zweiten Hälfte wieder bis auf 18:15 heran (44.). Die Schlussphase gehörte dann freilich wieder den Laabetalern, die vor allem über die Außen- und Kreispositionen viel Druck machten und bis auf elf Tore (27:16/58.) davonzogen, ehe der Landesligareserve noch eine Ergebniskorrektur gelang.
TSV Rottenburg (Tore/davon Siebenmeter): Tröger, Asbeck; Spanner (1), Tobias Deininger, Löffelmann (1), Thomas Deininger (7/4), Bruckmeier (1), Janker (3), Stoica (5), Böttcher (8), Zieglmeier, Ringenberg (1), Ehler. -fe-

Rottenburgs schwaches Viertelstündchen

TSV-Handballer vergeigen Bezirksliga-Comeback in Karlsfeld mit 24:34 (10:19)

 

Zum Bezirksliga-Comeback nach einjähriger Absenz verloren die Handballer des TSV Rottenburg am Sonntag beim TSV Eintracht Karlsfeld klar mit 24:34 (10:19). Dennoch blieb danach Gästetrainer Detlev Klosik entspannt: „Wir haben drei Viertel des Spiels trotz unserer durchwachsenen Vorbereitung auf Augenhöhe mit dem Gegner gespielt. Aber unsere schwache Viertelstunde vor der Pause hat eine konterstarke Mannschaft wie die Karlsfelder natürlich rigoros zur Vorentscheidung genutzt“, war für den Coach des Aufsteigers der BOL-Absteiger kein Maßstab. Nach einigen leichten Ballverlusten der Gäste, bei denen in dieser Phase zudem beide Torhüter keine Hand an den Ball brachten, zogen die Hausherren von 6:5 bis auf 18:9 (28.) davon und somit war zur Halbzeit (19:10) die Frage nach dem Sieger beantwortet. Die zweite Hälfte lief bei den Laabertalern dann unter dem Aspekt „Vorbereitunsspiel“. Bei dem flotten Schlagabtausch hielten die Gäste jetzt munter mit und gerieten so wenigstens nicht völlig unter die Räder.

TSV Rottenburg (Tore/davon Siebenmeter): Tröger, Asbeck; Spanner (2), Tobias Deininger, Löffelmann (1), Thomas Deininger (3/1), Bruckmeier (2), Janker (3), Stoica (4), Böttcher (8), Zieglmeier, Ringenberg (1), Ehler. -fe-

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