Überraschung perfekt!: Handball-C-Jugend des TSV steigt in die Oberliga auf

Sensationeller zweiter Platz beim zweiten Landesliga-Qualiturnier in Erding

 

Rottenburg. Die Überraschung ist perfekt: Durch einen sensationellem zweiten Platz im Landesliga-Qualifikationsturnier, das am Samstag in Erding stattfand, ist die Handball-C-Jugend des TSV Rottenburg bereits fix für die Überregionale Bezirks-Oberliga (ÜBOL) qualifiziert und kann in Runde drei sogar noch das Ticket zur Landesliga lösen.


 

Die beiden für die verhinderten Trainer Markus Kailich und Philipp Panholzer eingesprungenen Coaches Hermann Frohnhöfer und Leif Jacobsen mussten sich mit einigen Personalsorgen auf den Weg in die Weißbierstadt machen und einige D-Jugendliche nachnominieren. Schon im ersten Spiel hatte U 13-Torwart Alex Betz seine Feuertaufe zu bestehen, da bei Stammkeeper Thomas Simbeck eine Verletzung am Daumen behandelt werden musste. Der erste Gegner für Rottenburg war dann auch gleich der haushohe Turnierfavorit SpVgg Altenerding. Doch siehe da, die Rottenburger stellten eine erstklassige Abwehr und führten zur Pause völlig unerwartet mit 9:7. Erst, als die Gastgeber in der zweiten Hälfte auf eine offensive Deckung umstellten, setzte sich der spätere Turniersieger mit 17:13 durch. Im zweiten Spiel gegen den ebenfalls mit einer Niederlage gestarteten  ESV Regensburg empfanden die Laabertaler das 9:9 (5:6)-Unentschieden wie eine Niederlage und haderten vor allem mit der doch etwas sonderbaren Regelauslegung des Schiedsrichters. Die Chancen aufs Weiterkommen schienen für die Rot-Schwarzen jetzt auf ein Minimum gesunken zu sein, zumal mit der mit zwei Siegen gestarteten JSG Würzburg-Lengfeld der nächste „dicke Brocken“ auf die Niederbayern wartete. Doch gegen den Favoriten aus Unterfranken zeigten die Laabertaler ihre beste Turnierleistung und spielten sich in einen wahren Rausch. D-Jugendtorwart Alexander Betz ließ bis zur Halbzeit (5:1) nur einen Gegentreffer zu, Tassilo Frohnhöfer, der zuvor nur Kurzeinsätze hatte, ließ den um mehr als einen Kopf größeren Würzburger Kreisläufer kaum Luft zum Atmen. Im Angriff gelangen dem nicht zu bremsenden Tobias Frimberger gegen den wohl besten Torhüter des Turniers neun Treffer. Am Ende stand ein ebenso sensationeller wie ungefährdeter Rottenburger 16:7-Sieg auf der Anzeigetafel und auf einmal waren für den TSV wieder alle Türen für die nächste Landesliga-Qualirunde weit offen. De dritte Platz war dafür Grundvoraussetzung und am Ende des langen Turniertages, der allen Beteiligten an die Substanz ging, gab es um diesen ein echtes „Endspiel“ zwischen Rottenburg (3:3 Punkte) und der SG Helmbrechts/Münchberg  (2:4). Die Oberfranken benötigten einen Sieg gegen die Niederbayern, um sie noch vom dritten Platz zu verdrängen und schienen auch bei der Halbzeit (9:6-Führiung) auf dem besten Weg dorthin. Doch in den zweiten zwölf Minuten zeigten die Laabertaler Moral und kämpften sich wieder zurück. Torwart Thomas Simbeck vernagelte jetzt seinen Kasten, Benjamin Rott und Lukas Jacobsen kurbelten unermüdlich an und Bastian Schönthier, der mit insgesamt 21 Toten gemeinsam mit Tobias Frimberger zum überragenden Rottenburger Werfer avancierte, ließ sich weder von einem verworfenen Siebenmeter noch von einmal mehr stark umstrittenen Schiri-Entscheidungen demoralisieren. Die Laabertaler drehten somit vier Minuten vor Ultimo den Rückstand in einen 12:10-Vorsprung um. In der dramatischen Schlussphase des Kampfes setzten die Oberfranken trotz einer Strafzeit nochmals alles auf eine Karte, doch ihnen gelang nur noch der 12:12-Ausgleich und der reichte nicht für’s Weiterkommen. Hinter der souveränen SpVgg Altenerding (8:0 Punkte) sprangen die TSV-Jungs (4:4) aufgrund ihres deutlich gewonnenen Direktvergleichs noch vor der punktgleichen JSG Würzburg-Lengfeld auf Platz zwei und haben nun ebenso wie die Würzburger ihr ÜBOL-Ticket sicher, während die nächstplatzierten SG Helmbrechts/Münchberg (3:5) und ESV 27 Regensburg (1:7) auf die dritte und letzte Qualirunde hoffen müssen. In der gibt es für die Rottenburger Buben am 1. Juli noch ein Zuckerl, denn da könnte sich der TSV-Nachwuchs sogar noch für die Landesliga qualifizieren!

Für den TSV Rottenburg spielten (Tore/Siebenmeter): Thomas Simbeck, Alexander Betz; Bastian Schönthier (21), Benjamin Rott (1), Jacob Weiß (1), Jonathan Daser (2), Tassilo Frohnhöfer, Tobias Frimberger (21), Zaeim Albakri, Lukas Jacobsen (4). -fe-

Die Rottenburger U 15 in der zweiten Landesligarunde

Wie schon im letzten Jahr stehen die Rottenburger U15 Handballer auch dieses Jahr wieder in der zweiten Runde der Landesliga Qualifikation und das ist respektabel. In diesem Leistungsniveau tummeln sich hauptsächlich Spielgemeinschaften und der Nachwuchs von Namhaften Vereinen aus Bayern.  Doch die Rottenburger wie schon die Gallier um Asterix und Co. fühlen sich in der Außenseiter rolle ganz wohl und wollen auch in der zweiten Runde ein Wörtchen mitreden.

Am Samstag den 18.05.2019 geht es für die U15 nach Erding , dort treffen Sie im ersten Spiel auf den Gastgeber SpVgg Altenerding, die ebenso wie Rottenburg Dritter der ersten Runde geworden sind. Die weiteren Gegner heißen ESV Regensburg, die als Gruppenzweiter Ihrer Qualifikationsgruppe nur knapp am Aufstieg zur Bayernliga gescheitert sind. Aus Oberfranken kommt die seit zwei Jahren bestehende Jugendspiel Gemeinschaft (JSG) aus Würzburg und Lengfeld und zum Abschluss des Turniers spielen die Laabertaler gegen die neugegründete Spielgemeinschaft (SG) aus Helmbrechts und Münchberg aus Unterfranken. Über die Spielstärke der Ober- und der Unterfranken ist leider nichts bekannt. Die Würzburger sind als Erster der Ihrer ÜOBL Qualifikatongruppe in die Landesliga-Gruppe aufgestiegen und bringen bestimmt eine große Portion Selbstvertrauen mit. Helmbrechts wurde Zweiter der ersten Runde, immerhin vor Mannschaften aus Waldbüttelbrunn und Bamberg. Der ESV Regensburg wurde Zweiter Ihrer Qualifikationsrunde ist den Rottenburgern noch gut bekannt. So hatte man vor eineinhalb Jahren, damals noch D-Jugend ein Testspiel in Regensburg vereinbart, das die Rottenburger klar gewinnen konnten. Gegen die Oberbayern aus Altenerding hatten die Rottenburger bisher meist das Nachsehen. Die Oberbayern können dank Ihrer hervorragenden Jugendarbeit immer aus dem Vollen schöpfen und sind deshalb der Favorit auf den Turniersieg.

Die Rottenburger sind mal wieder die Underdogs,  fühlen sich in Ihrer Außenseiterrolle pudelwohl und haben nichts zu verlieren. Schönthier und Frimberger sind im Moment in einer tollen Verfassung und der Rest der Mannschaft wächst auch immer mehr zusammen und übernimmt mehr Verantwortung. Felix Forstner und Thomas Simbeck  haben im Tor einige gute Ansätze gezeigt und die Abwehr der Laabertaler muss wieder zu Ihren Stärken finden, dann ist auch in der zweiten Runde eine Überraschung möglich.

 

Rottenburger C-Jugend überspringt die erste Quali-Hürde

Mit einem dritten Platz sind die Rottenburger erfolgreich in die Qualirunde 2019 gestartet. Mit 2:4 Punkten aus drei Spielen sind die Laabertaler auch in der nächsten Qualifikations-Runde weiter auf Landesliga-Kurs.

Das Eröffnungsspiel durften die Laabertaler gegen die Heimmannschaft der HSG Olching/Gröbenzell bestreiten. Man merkte der Mannschaft um Markus Kailich und Phillip Panholzer an, dass Sie viele wichtige Stützen an die B-Jugend abgeben mussten, deshalb war das Spiel am Anfang sehr durch Einzelaktionen geprägt. Vor allem Tobias Frimberger und Bastian Schönthier sorgten für mächtigen Alarm vor dem Tor der Hausherren. Aber dadurch waren die Laabertaler auch zu leicht ausrechenbar und die vielen Lücken der sehr offensiven Abwehr  von Olching konnte nicht ausgenutzt werden. So entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel und hätte der Schiri nicht immer wieder mit unverständlichen Entscheidungen gegen Rottenburg eingegriffen, so wäre der knappe 9:7 Rückstand bestimmt eine Führung gewesen. Auch nach dem Seitenwechsel waren Frimberger, Schönthier immer auf ein Tor dran. Neuzugang Felix Forstner half im Tor entscheidend mit und entschärfte einige gute Möglichkeiten der Heimsieben.  Aber dann mischte sich der Schiri wieder ein und beförderte Bastian Schönthier ohne Verwarnung nach einem Allerweltsfoul auf die Strafbank. Zusätzlich gab es einen Siebenmeter für Gröbenzell. Der Siebenmeter wurde verwandelt und die Rottenburger konnten den Ausfall von Schönthier nicht kompensieren. Die heimische HSG konnte 4 Tore in Folge zum 16:11 erzielen und schaffte sich dabei ein Polster, das die Rottenburger bis zum Ende nicht mehr aufholen konnten. Die 20:14 Niederlage spiegelte aber keinesfalls die wahre Leistungsstärke wieder, sondern war eher der einseitigen Regelauslegung des Unparteiischen geschuldet.

Das nächste Spiel bestritt der TV Lauf gegen die DJK Neumarkt aus der Oberpfalz. Die Laufer dominierten klar mit 29:14.

Gleich darauf durften die Kailich/Panholzer Schützlinge wieder ran. Diesmal gegen Neumarkt aus der Oberpfalz. Auch hier entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, jedoch mit leichten Vorteilen für Rottenburg. Die U15 legte immer ein Tor vor und die Oberpfälzer glichen immer wieder aus. aber ab der 10 Minute wurde endlich Thomas Simbeck im Tor der Rottenburger ein Faktor und entschärfte einige Bälle. Mit einer 11:7 Führung gingen die Laabertaler in die Halbzeit. Zwar waren Frimberger und Schönthier wieder für einen Großteil der Tore verantwortlich, aber diesmal wurden alle Spieler mit einbezogen, so wurde die gegnerische Abwehr von allen Positionen unter Druck gesetzt und musste viel mehr arbeiten. Auch das taktische Mittel der Neumarkter mit einem siebten Feldspieler zu agieren ging nach hinten los. Bastian Schönthier nutzt das weidlich aus und erzielte einige „Emty-Goal“ Tore. Kreisspieler Jakob Weiß erzielte das 23:19 und setzte so den Schlusspunkt auf eine tolle Mannschaftsleistung.

In der folgenden Spielpause für Rottenburg zerlegte der TV 77Lauf die Heimmannschaft aus Olching förmlich mit 23:7.

 

Im letzten Spiel für Rottenburg ging es gegen die Favoriten aus Lauf. Die Nürnberger Vorstädter waren mit zwei Siegen bereits für die nächste Runde qualifiziert und jeder rechnete mit einem klaren Sieg für Lauf. Aber das war für die Rottenburger nochmal eine extra Motivation. Bastian Schönthier und Lukas Jacobsen kamen zwar konditionell auf dem Zahnfleisch daher, aber Tobias Frimberger und Jonathan Daser sprangen in die Bresche. Benjamin Rott zog auf Mitte geschickt die Fäden, so hielt sich der Rückstand zur Halbzeit mit 5:7 in Grenzen. In der zweiten Halbzeit spielten die Laufer aber Ihre breitere Bank aus. Die Rottenburger gaben zwar nie auf, aber am Ende stand eine 17:23 Niederlage auf der Anzeigetafel.

Nun wurde es noch spanend, denn das letzte Spiel  Gröbenzell/Olching gegen Neumarkt konnte noch unangenehme Folgen für Rottenburg haben. Bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich aller Punktgleichen. Deshalb blieb der Rottenburger Tross in der Halle und drückte den Olchingern die Daumen. Das nutzte nicht viel, den Neumarkt gewann mit 10:9. Aber das bessere Torverhältnis sprach dann doch für Rottenburg und es sprang ein dritter Platz heraus. Zusammen mit Olching geht es in die zweite Runde der Landesliga Qualifikation, während Neumarkt in die BOL Quali absteigt und Lauf in der Nächsten Runde zur Bayernligaquali antreten darf.

Für Rottenburg spielten(Tore): Thomas Simbeck, Felix Forstner; Bastian Schönthier (21), Zaim Albakri (2), Benjamin Rott (1), Jakob Weiß (4), Jonathan Daser (3), Tassilo Frohnhöfer, Tobias Frimberger (20), Lukas Jacobsen (3).

Nach der Saison ist vor der Saison

Für die kommende Saison schicken sich die Männliche C-Jugend und die neu gegründete Männliche B-Jugend an, wieder höherklassig zu spielen. Dafür muss der Rottenburger Nachwuchs wieder durch die alljährliche Qualimühle.  Hoffentlich wird das keine Mission Impossible, denn die Meldungen zu den Qualifikationsrunden kamen noch bevor den Abteilungsverantwortlichen bekannt war, dass zwei herausragende Rottenburger Nachwuchstalente den Verein zu den Leistungszentren der Nordbayerischen Bundesligavereine verlassen werden. So muss die C-Jugend ohne Ihren Stammtorwart Marc Panholzer auskommen.

Doch sind die Trainer weit davon entfernt, die Flinte ins Korn zu werfen. Denn die verbliebenen Rottenburger Nachwuchsspieler sind auch sehr talentiert und haben ihre Leistungen während der Saison mehrfach unter Beweis gestellt. Am Sonntag den 5. Mai geht es für die Rottenburger C-Jugend auf Reisen. In Olching messen sich die Rottenburger gegen die Spielgemeinschaft von Gröbenzell/Olching/Fürstenfeldbruck, gegen die Vampires aus Neumarkt und gegen den TV 77 Lauf. Da die C-Jugend einige Abgänge in die B-Jugend verkraften muss, ist Coach Markus Kailich gefordert, innerhalb kürzester Zeit muss er eine neue Formation aus den verbliebenen und aus den neu hinzugekommenen Spielern aus der D-Jugend bilden. Aber dem erfahrenen Trainerfuchs wird bestimmt etwas einfallen. Vor allem auf der Position im Tor wurde schon in der abgelaufenen BOL-Saison mit Thomas Simbeck ein neuer Torwart herangezogen und auch Bastian Schönthier bleibt im Rückraum gesetzt. Rückkehrer Maxi Grahammer, hat sich nach 2 Jahren Fußball bei den Handballern zurückgemeldet und mit Felix Forster gibt es einen Neuzugang die sehr vielversprechend ist. Letztlich werden es aber die erfahrenen Spieler um Frimberger, Jacobsen, Schönthier und Co. richten müssen. Bestimmt wird auch Benni Rott, der eine überragende Rückrunde in der D-Jugend gespielt hat, eine tragende Rolle in den Planungen spielen. Auch Zaim Albakri und Tassilo Frohnhöfer aus der D-Jugend Meistermannschaft werden bestimmt Ihre Einsatzzeiten bekommen. Die Rottenburger haben  in der Qualifikation zur Landesliga gemeldet und hoffen jetzt, dass dies nicht zu hoch gegriffen ist.  Von den Gegnern sind den Rottenburgern die Vampires aus Neumarkt bestens bekannt. Diese waren schon in der vergangenen Saison Gegner der Rottenburger C-Jugend und wurden mit zwei klaren Siegen bezwungen. Die Gastgeber sind leider ein unbeschriebenes Blatt und auch die Homepage der Gröbenzeller wurde seit über einem Jahr nicht mehr aktualisiert. Die Mannschaft des TV Lauf sind die Favoriten, denn die Jugendarbeit der  Mittelfranken ist vorbildhaft. Die Herren spielen in der Landesliga und rekrutieren sich hauptsächlich aus Eigengewächsen, was für die Jugendarbeit der Laufer spricht. Aber die Rottenburger würden sich mit einem zweiten oder dritten Platz auch schon zufrieden geben, um in die nächste Runde einzuziehen.

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